Low Carb, Abnehmen und Sport: Die ersten 12 Wochen

Oliver Adria Allgemein 3 Comments

So, nun habe ich die ersten 12 Wochen strengen Low-Carbs und Sport hinter mir. Letztes Jahr (2013) hatte ich es schon paar Mal versucht, habe jedoch spätestens bei der 2. oder 3. Heißhunger-Phase aufgegeben und habe auf (sehr viel) Zucker zurückgegriffen. Dieses Mal war ich motivierter und habe mich auch tiefer eingearbeitet in die Materie, so dass ich überzeugt bin, dass es auch wissenschaftlich sinnvoll ist, sich so zu ernähren. Für’s Abnehmen bei Übergewichtigen, als auch für die Gesundheit.

Gewicht abnehmen war erfolgreich

Gewichtsverlauf nach 12 Wochen Low Carb und Sport

Gewichtsverlauf nach 12 Wochen Low Carb und Sport

Gewichtsmäßig war es ein voller Erfolg, ich habe in der Zeit ca. 14,7 kg verloren. Blutwerte habe ich leider keine, aber gemessen hatte ich mal den Blutzucker (72 mg / dl) und den Blutdruck (114 / 73) und die Werte waren recht gut. Ich habe leider keine “Fettanalyse” gemacht, aber ich bin recht sicher, dass ein Großteil des verlorenen Gewichts Fett war – ich war die größte Zeit im Ketosezustand und fühlte mich praktisch zu keinem Zeitpunkt irgendwie schwach oder so (paar Tage zwischendurch mal, aber da war’s auch fast durchgehend 30 Grad warm). Am letzten Tag hatte ich mal einige mehr Früchte wie Blaubeeren, Äpfel und Mango gegessen, daher auch sichtbar der Sprung am letzten Tag ;-).

Später, wenn ich mein Zielgewicht erreicht habe, werde ich auch ab und zu mal Kohlenhydrate zu mir nehmen – derzeit bin ich aber erst mal auf Abnehmkurs und ich will da so streng wie möglich bleiben.

Sport nach 12 Wochen Low Carb: Ausdauer gut, Schnelligkeit geht so

Beim Sport bin ich auf jeden Fall fitter – und mit 15kg weniger Gewicht läuft’s / trainiert’s sich auch leichter. Die Ausdauer konnte ich auf jeden Fall ausbauen. Ich konnte Laufeinheiten von 10 bis 20km absolvieren und auch die Zeiten bei langen Läufen verbessern sich langsam. Doch bei der Geschwindigkeit / Sprints bin ich teils langsamer geworden. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass ich mich

  1. stark auf Ausdauertraining konzentriert habe und
  2. dass ich bei Low-Carb einfach praktisch nichts im Glykosespeicher habe: Zum Abnehmen optimal, aber der Körper nutzt am liebsten Kohlenhydrate / Glykose für die intensiven Einheiten / Sprints.

Um dies zu verbessern, will ich in Zukunft auch mehr intensive Intervall-, Sprint und Krafttriningseinheiten einbauen und auch mal testen, ob es klappt, dass ich zumindest für die intensiven Einheiten (beispielsweise Fußball-Ligaspiele) ein bisschen Kohlenhydrate zu mir nehme, um die Spritzigkeit ein bisschen zu erhöhen.

In den nächsten Wochen und Monaten: Testen von “Train low – Race high”

Denn einige Athleten nutzen die sogenannte “Train low – Race high”-Methode: Im Training werden keine Kohlenhydrate genutzt (“low”) – und im Wettkampf werden gezielt Kohlenhydrate eingesetzt (“high”). Der Körper muss also im Training mit weniger auskommen, man trainiert also ein bisschen härter und wenn’s drauf ankommt – also im Wettkampf – bekommt es sozusagen ein “boost”. Eine natürliche Droge sozusagen ;-).

So die Theorie, die ich bisher gelesen habe. Einige Athleten nutzen es und auch im Buch The Paleo Diet for Athletes: The Ancient Nutritional Formula for Peak Athletic Performance
wird darüber viel berichtet. Mal schauen – ich werd’s mal – nachdem ich einige Kilogramm mehr verloren habe – diese Methode bei 1-2 Trainingseinheiten gezielt einsetzen. Und wenn’s gut klappt, auch mal im Ligaspiel / Laufwettkampf :-).


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Oliver AdriaLow Carb, Abnehmen und Sport: Die ersten 12 Wochen

Comments 3

  1. Ekkehard Stähle

    Hallo Oliver!
    Hallo Alle!

    Freut mich sehr wenn es Euch gut geht!

    … da meine “Gesundheitspäpste” allerdings eine etwas andere gesunde Ernährung (und Art des Sports/Art der Entspannung) empfehlen (so weit ich weiss sind sie von der low-carb-Idee nicht besonders begeistert), will ich Euch meine Informationsquellen bekannt machen.

    Einen wichtigen Einstieg in die Thematik war mir das Buch “Lang leben ohne Krankheit” von Dr. Hiromi Shinya. Tägliche Anregungen erhalte ich über den bei Dr. Joseph M. Mercola abonnierten Newsletter (seine Nahrungsergänzungsmittel nehme ich nicht): http://www.mercola.com/ (Infos über seinen Werdegang unter http://www.mercola.com/forms/background.htm ).

    Habe diese Praktiken in meinem Freundes- und Bekanntenkreis weitergegeben und bereits langfristig große Begeisterung geerntet. Begehe ich keine “Sünden” geht es mir selbst mit diesen nur grob tendenziell beachtenden Strategien auch schon sehr lange rundum blendend.

    Beste Grüße und Wünsche Euch
    vom Ekki

    1. Post
      Author
      Oliver Adria

      Hallo Ekki und danke für deinen Kommentar! Zu Dr. Shinya kann ich nicht viel sagen. Bei Dr. Mercola sehe ich erst mal nicht, dass er die Low-Carb-Idee nicht so mag. Sein Ansatz hat wohl viel auch mit der Paleo-Ernährung zu tun, die auch eher zu Low-Carb tendiert.

      Siehe unter
      http://www.mercola.com/nutritionplan/beginner.htm
      Vieles würde zu Paleo und Low Carb gut passen. Mein Ansatz ist ähnlich – auch wenn ich hier und da paar kleine Änderungen machen würde und die Schwerpunkt auch anders setze. Aber durch
      Step 1: Eliminate all wheat, gluten, and highly allergenic foods from your diet.
      Step 5: Limiting sugar and fructose is crucial.

      Ist man automatisch bei Low bzw. Lower Carb. Und durch den Verzicht auf “unnatürliches”, “modernes” (im Sinne von, dass es erst vor paar tausend Jahren auf den Speiseplan gebracht worden ist) Essen ist man schon auf Paleo.

      Ich bin natürlich immer ein bisschen skeptisch, wenn die Ärzte dann auch Produkte verkaufen – bei Dr. Mercola als auch bei Dr. Atkins. Man muss ja aber nicht alles stur verfolgen. Derzeit verfolge ich eine Low-Carb-Paleo-Ernährung und versuche fast alles auf natürlicher Basis zu machen (so nehme ich anstatt Multivitamin-Tabletten eher Chia-Samen).

      Und ich basiere es auch (so weit wie möglich) auf wissenschaftlicher Basis. Einige Studien habe ich hier gesammelt: http://www.evidenzfitness.de/wissenschaft-low-carb/
      Viele Grüße,
      Oliver

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